Überspringen zu Hauptinhalt
Naked Cakes Selbst Gemacht

Naked Cakes selbst gemacht

Ein Trend, der eigentlich gar kein Trend mehr ist: Naked Cakes! Ich meine das absolut nicht negativ, denn für mich haben sich die „nackten Küchlein“ leise still und heimlich zum Klassiker entwickelt.
Ich schätze vor allem die schnörkellose Eleganz, Coolness und Einfachheit – und stehe damit wohl nicht alleine da. Die meisten meiner Bräute möchten in diesem Jahr eine Torte dieser Art, was mich ganz besonders freut – ich bekomme schließlich auch immer ein Stückchen ab, yummy!

Vor kurzem war ich auf dem Event „The Wedding Studio“ von Etsy und Foreverly ( den Artikel findet ihr hier) und habe dort bei einem Workshop von der wundervollen Anna von Fräulein Wild gelernt, wie man Naked Cakes selbst machen kann. Ich war restlos begeistert und hatte so unglaublich viel Spaß, dass es sonntags zukünftig nun öfter mal Torte geben wird (gut für meinen Mann, scheiße für meine Binikifigur – aber gut, die ist eh nicht vorhanden!).

Und heute, ja heute darf ich Euch daran teilhaben lassen und wiedergeben, was ich Tolles beigebracht bekam. Habt Ihr Lust?
Auf, auf und rein ins Vergnügen!

1.Benötigte Materialien:

  • große, scharfe Messer
  • Silikon Spachtel
  • Holzlöffel
  • Spritzbeutel (oder einfach ein Gefrierbeutel mit Loch in der einen Ecke)
  • Schere
  • Frischhaltefolie
  • Tortendeckchen

foreverly-etsy_fraeulein-wild-3

  1. Wir backen den Teig

Erstmal braucht Ihr einen guten Boden als Basis – den könnt Ihr aus jedem Rührkuchen herstellen.
Ein Beispiel:

  • 200g weiche Butter
  • 200g Zucker
  • 150g Mehl
  • 50 g Schokopudding
  • 3 EL ungesüßtes Kakao-Pulver

(für die Zuckerschnäutzchen unter Euch natürlich auch gesüßt)

  • 3 TL Backpulver
  • 4 Eier
  • 1 Prise Salz
  • 75 ml Milch

Beispiel: http://www.chefkoch.de/rezepte/859401191426091/ReginasSchokoladenkuchen.html

Wichtig: Erhitzt die Butter am besten (nicht ZU stark!), damit sie sich mit dem Kakao und der Milch zu einer Einheit verbinden kann.
Nun in einer separaten Schüssel Mehl, Stärke und Backpulver vermischen. Die Eier mit dem Zucker und einer Prise Salz vermischen und so lange cremig schlagen, bis sich die Zuckerkristalle auflösen.
Nun Kakao-Butter-Milch-Mischung dazugeben und gut verrühren und mischen.

Fettet eine Kuchenform ein (Tipp: Sie sollte möglichst hoch sein, damit die Torte auch später hoch gestapelt werden kann) und füllt den Teig hinein.
Den Backofen bei 180°C vorheizen und dann bei Ober- und Unterhitze bzw. 165°C Umluft für ca. 45 – 50 Minuten backen.

Falls Ihr euch unsicher seid, ob der Kuchen fertig ist, nehmt einfach ein Holzstäbchen und steckt damit hinein: Klebt der Teig daran fest, braucht er noch ein bisschen Zeit im Ofen.

foreverly-etsy_fraeulein-wild-6

 3. Die Creme

Es ist Euer Naked Cake und Ihr könnt natürlich verwenden, was ihr möchtet.
Ich verwende folgendes:

  • 450g Butter
  • 2 Pck. Vanille-Puddingpulver
  • 1 L Milch
  • 225g + 4 EL Zucker

Zuerst wird das Puddingpulver mit etwas Milch verrührt. Dann kocht Ihr die 4 EL Zucker mit der übrigen Milch kurz auf. Dazu kommt das Pudding-Gemisch – und alles noch einmal aufkochen lassen.
Die 225g Zucker mit der weichen Butter cremig schlagen, bis sich die Kristalle aufgelöst haben.
Anschließend das Pudding-Gemisch unterheben, mit einer Alufolie abdecken und abkühlen lassen. So bildet sich keine „Haut“ auf der Masse.

Und nun kommen wir auch schon zum nächsten Schritt!

foreverly-etsy_fraeulein-wild-10

  1. Wir bauen alles zusammen

Das war für mich am Schwierigsten, denn ein bisschen handwerkliches Geschick braucht man schon. Man nehme ein großes Messer und versucht nun möglichst gleichmäßig dicke Böden zu schneiden.
Füllt nun die fertige Creme in einen Spritzbeutel und verteilt sie auf dem untersten Boden. Mit einer Spachtel könnt Ihr die Creme-Fläche noch glätten und ebnen.
Setzt nun einen Boden darauf und verfahrt immer so weiter, bis Ihr den „Deckel“ aufsetzten könnt.
Falls etwas Creme am Rand herausquillt, streift dies einfach mit der Spachtel glatt.

foreverly-etsy_fraeulein-wild-13

  1. Das Dekorieren

Das war mein Lieblingspart! Hier gibt es unglaublich viele Möglichkeiten und Variationen:

  • echte Blumen jeglicher Art, Form, Farbe und Größe
  • diverse Früchte
  • Buchstaben, ausgestanzte Texte
  • Kerzen
  • essbarer Glitzer etc.

Naked Cake

Lasst Eurer Kreativität einfach freien Lauf!

Und weil mir persönlich das Ganze bei meiner eigenen Hochzeit doch zu heikel wäre, verrate ich Euch jetzt noch einen ganz persönlichen Tipp: Bei so wichtigen Anlässen, beauftrage ich trotzdem immer einen Profi.
Wer wie ich in Berlin wohnt, der hat das Glück, dass das Fräulein Wild in der Nähe ist! 🙂

Bis bald, eure Svenja

 

PS: Vielen Dank an Zuzu Birkhof für die tollen Fotos!

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

3 × fünf =

An den Anfang scrollen