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“Was Machst Du Als Hochzeitsplanerin Eigentlich Den Ganzen Tag?”

“Was machst Du als Hochzeitsplanerin eigentlich den ganzen Tag?”

Ich kann euch gar nicht sagen, wie oft ich diesen Satz schon gehört habe: “Was machst Du als Hochzeitsplanerin eigentlich den ganzen Tag? Es ist doch nicht jeden Tag eine Hochzeit!”

Stimmt ganz genau, es ist nicht jeden Tag eine Hochzeit – das ist auch gut so, sonst könnte ich nichts mehr planen und würde irgendwann durchdrehen. Bevor es gleich Kritik hagelt: ich liebe meinen Job! Aber so ein Hochzeitstag ist für eine Planerin wirklich anstrengend.

Aber ich greife vor, ich nehme euch mal mit in einen ganz normalen Arbeitstag – heute ist Dienstag und meine Stunden verbrachte ich wie folgt:

 

09.00 Uhr  Ab an den Schreibtisch, Computer hochfahren, E-Mails checken und beantworten – dabei Tee trinken

09.45 Uhr  Recherche für meine Brautpaare. Ich suche die passende Location, frage Fotografen an, überlege mir Rahmenprogramme und Unterhaltungspunkte

12.00 Uhr  Zeit für Facebook, Instagram & YouTube: ich lese eure Kommentare & beantworte sie, poste Neuigkeiten und lese die Infos anderer Blogger

13.00 Uhr  Kurze Mittagspause – meistens esse ich am Schreibtisch, obwohl das gar nicht gut ist

13.30 Uhr  Zeit für Kreatives! Um diese Zeit schlägt mein Herz für Deko und ich erstelle Moodboards, überlege mir schöne Details, mache die Augen zu und stelle mir die Hochzeit bildlich vor. In meiner Traumwelt setze ich alle Ideen zusammen und entscheide dann, was “hot” und was “not” ist

16.00 Uhr  Wieder Zeit für E-Mails

16.30 Uhr  Treffen mit einem neuen Brautpaar – ich habe sie für eine Beratungsstunde zu mir eingeladen und wir lernen uns kennen

17.30 Uhr  Ich erstelle das Angebot für das Brautpaar

18.00 Uhr  Offiziell ist Feierabend…ähm ja, aber ich will “nur noch” diesen Blogpost fertig machen. Ach und den einen Anruf, den erledige ich auch noch schnell.
Übrigens: tagsüber bimmelt mein Handy ununterbrochen. Dran sind im Idealfall Dienstleister, Brautpaare & Interessenten – manchmal aber auch nervige Aboverkäufer. Manchmal höre ich es sogar klingeln, wenn es nicht klingelt…verrückt!

Wer jetzt aber denkt, dass damit schon alles gesagt ist, der täuscht. Jeder Tag ist anders, morgen bereits kann ein Anruf meinen ganzen Tagesplan umwerfen. Wenn z.B. das Brautpaar erfährt, dass am geplanten Hochzeitstag noch ein anderes Paar im Freundeskreis sich traut.
Dann, tja dann, muss es schnell gehen und ich muss mir was einfallen lassen – speziell, wenn die gewählte Location keinen freien Termin mehr hat.
Keep calm and marry on!

Foto: Hochzeitslicht

Foto: Hochzeitslicht

 

In den Sommermonaten geht es dann noch heißer her, denn es scheint die Sonne – quatsch, es ist Hochzeitssaison. Und genau die Sonne fehlt manchmal, weshalb ein Plan B so enorm wichtig ist. In diesem Jahr mussten einige meiner Brautpaare enttäuscht von der Wiese in den Innenraum wechseln. Da kann die Alternative noch so schön sein: wenn das Paar “Draußen” möchte, gewinnt das “Drinnen” keinen Blumentopf.
Im Schnitt zwischen April und Oktober bin ich an (fast) jedem Samstag auf einer Hochzeit und betreue diese vor Ort. Ich habe vorhin ja bereits erwähnt, dass das ziemlich anstrengend sein kann. Alleine schon deshalb, weil ich 10 Stunden oder länger permanent konzentriert sein muss, immer einen Schritt voraus denke und dann auch flexibel und besonnen reagieren muss, wenn etwas nicht so läuft, wie es soll.
Einmal hatte ich z.B. eine Braut, die für ihr Styling tatsächlich 3,5 Stunden benötigte – obwohl nur 2 eingeplant waren. Sie ließ alle (und ich meine ALLE) warten: Bräutigam, Gäste, ach ja, und den Pfarrer! Dem Himmel sei Dank (die Redewendung passt ja gut) war er so nett, wirklich die Zeremonie zu verschieben. Nicht auszudenken, wenn noch schnell ein neuer hätte gefunden werden müssen. Bei so manchem Gemüt hätte man evtl. sogar noch einen neuen Bräutigam dazu finden müssen. Aber so weit ist es zum Glück nicht gekommen.

Ihr könnt euch immer noch nicht vorstellen, warum ein Hochzeitsplaner vor Ort ist? Na gut, ich zähle mal einige meiner Aufgaben auf:

»Aufbau der Dekoration
»Koordination der Dienstleister
»Überwachung der Abläufe
»Ansprechpartner für Dienstleister & Gäste
»Superheld auf Abruf – ich kümmere mich um alle Sorgen
»Einsatz bei Notfällen: in meiner Hochzeitsnotfalltasche befindet sich so ziemlich alles
»Blumendeko, Brautstrauß und Anstecker abholen
»Buffet/Menü kontrollieren
»Check der Hotelzimmer
»Vorgespräch mit dem Pfarrer/dem Standesbeamten/dem freien Redner
»Einhaltung des Zeitplans
»Begleitung beim Fotoshooting
»Moderation
»Verteilen der Gastgeschenke
»Einteilung der Spiele
»Brautjungfern & Blumenmädchen in Position bringen
»Der Braut ins Kleid helfen
»Aufstellen der Platzkarten, Menü-/Buffetkarten, Kirchenhefte
»und noch viel mehr! Schließlich ist jede Hochzeit anders und jedes Brautpaar hat ganz eigene Wünsche.

Wie das aussieht, wenn ich am Hochzeitstag vor Ort bin? Na so!

Foto: Hochzeitslicht

Foto: Hochzeitslicht

Foto: Esther Fürstenberg

Foto: Esther Fürstenberg

Foto: Paul liebt Paula

Foto: Paul liebt Paula

Foto: Cameramirage

Foto: Cameramirage

Foto: Cameramirage

Foto: Cameramirage

Foto: Jan Dommel

Foto: Jan Dommel

Foto: Katrin Andrzejewski

Foto: Katrin Andrzejewski

Foto: Jan Dommel

Foto: Jan Dommel

Foto: Jan Dommel

Foto: Jan Dommel

 

Noch mehr Fotos findet ihr in meiner Galerie “Svenja @ work”.

Ich hoffe, ich konnte euch einen kleinen Einblick geben, was ich wirklich tagtäglich mache und wie mein Alltag aussieht (den es so gut wie nicht gibt).

Ach ja: allen, die zukünftig noch diese eine Frage stellen, werde ich nur noch eine Antwort geben: “Lies doch mal meinen Blog – da steht`s!”

Bis zum nächsten Mal,
eure Svenja

Dieser Beitrag hat einen Kommentar
  1. So, jetzt wissen wir endlich Bescheid! Ein typischer Svenja-post. Locker, witzig, informativ und wieder mal super schöne Fotos vom Mädel. Aber ab morgen wird nicht mehr am PC-Tisch gegessen, gell!? 😉

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