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“Aufi Geht`s” – Bayrische Hochzeit

“Aufi geht`s” – bayrische Hochzeit

Wisst ihr eigentlich, dass ich ursprünglich aus dem schönen Nürnberg in Franken stamme? Unsere Region beharrt darauf, dass wir als eigenständig angesehen werden und natürlich KEINE Bayern sind. 🙂
Zugeben muss ich aber nun mal eins: wir liegen im Bundesland Bayern, weshalb es auch für mich in Ordnung ist, von bayerischer Hochzeit zu sprechen. So, das muss ich jetzt erstmal vorneweg schicken, bevor mein eigentlicher Blogbeitrag folgen kann. Es musste sein, denn heute geht es auf meinem Hochzeitsblog um bayrische Hochzeiten – nun versteht ihr auch warum, oder?

Eine typisch bayrische Hochzeit ist eher bodenständig, lustig und ausgelassen, zudem fließt einiges an Bier und das Essen ist ein ungemein wichtiger Punkt. Lecker muss es sein und für alle reichen.
Oft wird der Einzug des Brautpaares und der Gäste in den Saal musikalisch von einer Blaskapelle begleitet – was ich eigentlich ganz cool finde, so richtig viel Tamtam!

Kennt ihr die Hochzeitsbräuche aus Bayern? Nein, dann wird es höchste Zeit – es sind einige und vielleicht ist ja sogar etwas für euch dabei.

  • Wegezoll: Kinder des Ortes versperren nach der Trauung die Straßen mit Hilfe  einer Schnur und verlangen “Zoll” – also etwas Geld.
  • Baumstammsägen: Das Brautpaar muss einen Baumstamm zersägen und so zeigen, dass es “an einem Strang” zieht.
  • Supp’n salz’n: Die Braut, ihre Mutter und die Bräutigammutter kosten die Hochzeitssuppe und würzen diese mit einer Priese Salz. Der Küchenchef bekommt dann ein Trinkgeld.
  • Hungertanz: Der Hochzeitstanz des Paares erfolgt vor dem Mittagessen – um so den Appetit anzuregen.
  • Kranzlpaar: Dies besteht aus einer unverheirateten Freundin der Braut und einem unverheirateten Freund des Bräutigams. Sie sollen den Trauzeugen tatkräftig zur Seite stehen und die ein oder andere Aufgabe übernehmen.
  • Hochzeitslader: Ging früher von Tür zur Tür und sprach persönlich die Hochzeitseinladung in einem Vers aus. Heute hilft er dem Brautpaar bei der Planung sowie Durchführung der Hochzeit und agiert oft als Moderator der Feier. Der Hochzeitslader hat einen mit Bändern verzierten Stock. Die Farben der vier Bänder symbolisieren Liebe (rot), Treue (blau), Hoffnung (grün) und Jungfräulichkeit (weiß).
  • Brautverziagn: Nur eine Minute unachtsam und schon wird dem Bräutigam seine Braut gestohlen und eingeschlossen. Nur mit Wein und Schnäppsen kann er seine Frau wieder auslösen.
  • Maschkern: Lustige Anekdoten aus dem Leben des Brautpaares werden von verkleideten Freunden nachgespielt.
  • Scheitl Knien: Ein äußerst schmerzhafter Brauch! Der Bräutigam muss auf einer spitzen Seite eines Holzscheits kniend zehn Kosenamen seiner Liebsten aufzählen.
  • Mahlgeld: Hier zahlen die Gäste das Essen und sogar manchmal die Getränke selbst. Achtet also darauf, falls dieser Begriff in der Einladung steht.
  • Abdanken: Im Namen des Brautpaars dankt der Hochzeitslader in singender Form einzelnen Gästen. Dieses sogennante “Gstanzl”, das nicht selten kleine Schwächen oder Sünden über die Person verrät, soll die Hochzeitsgesellschaft bespaßen.

Was ich am schönsten finde, sind die Outfits – wie soll es auch anders sein. Ich liebe Brautdirndl und bereue es fast ein bisschen, dass ich keines hatte.
Mich beeindruckt wie modern alles wirken kann, wenn man klassische Materialien mit pfiffigen Details mixt. So zu sehen z.B. bei Alpenmädel aus München. Das Mutter-Tochter-Label legt nicht nur auf die Qualität großen wert, sondern auch auf eine Einzigartigkeit der Designs. So entstehen handgefertigte Unikate.

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Fotos:  ©Alpenmädel

carmenundingo

Die Fotografen Carmen & Ingo aus München haben es mir angetan – ich mag ihren Stil unheimlich gerne und sie gehören für mich auf jeden Fall zu den Besten in Deutschland.
Auf ihrem Blog habe ich eine unglaublich schöne Hochzeit in Bayern entdeckt, die einfach alles hat: ein tolles Paar, schöne Outfits, zünftige Gäste, eine gemütliche Location und einen klaren Bergsee. Schaut sie euch unbedingt mal an!

Was natürlich auch dazu gehört, ist die richtige Musik. Live z.B. in Form einer Blaskapelle – was immer ordentlich Lärm macht. 🙂
Aber auch ein DJ kann natürlich die Meute rocken, z.B. mit diesem Hit des letzten Sommers:

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https://www.youtube.com/watch?v=lRzwE95E8dY

Tja, ihr Lieben – so viel zu meiner Heimat, die ich tief im Herzen trage und nach wie vor über alles liebe.
Es heißt: “Dahoam is wos Herz is” und somit bin ich in Nürnberg & in Berlin daheim.

Eure Svenja

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